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Bauernregeln
und Bauernweisheiten
Wetterregeln

 

allgemein

 

"Abend rot, morgen Not."

 

"Abendrot und Morgenhell sind ein guter Reisegesell."

 

"Abendrot - Gutwetterbot', Morgenrot mit Regen droht."

 

"Alle bösen Wetter klaren am Abend."

 

"Der Abend rot und weiß das Morgenlicht, da trifft den Wanderer böses Wetter nicht."

 

"Fliegen Schwalben hoch, so merke dir, Schönwetter zeigt dir an das Tier."

 

"Fliegen Schwalben unten nur, gibt's darauf ne Regenkur."

 

"Frösche auf Stegen und Wegen deuten auf baldigen Regen."

 

"Geht die Sonne feurig auf, folgen Regen und Wind darauf."
 
"Je weißer die Schäfchen am Himmel gehen, desto länger bleibt das Wetter schön."
 
"Gewitter in der Vollmondzeit, verkünden Regen lang und breit."
 
"Regenbogen am Morgen, macht dem Schäfer sorgen."
 
"Kommen die Kühe abends lang nicht nach Haus, so bricht am nächsten Tag schlecht Wetter aus."
 
"Springen die Fische, steht ein Gewitter bevor."
 
"Trockener März und nasser April - ist das, was der Bauer will."
 
"Wenn am Stock die Bienen bleiben nah, ist der Regen schon bald da."
 

Frühling

 
"Abendröte bei West, gibt dem Frost den Rest."
 
"Wenn die Ameisen sich zeigen, ist vorbei des Winters Reigen."
 
"Wenn die Drossel schreit, ist der Lenz nicht mehr weit."
 
"Wenn der Frühling spät kommt, der Herbst nass ist, geht es dem Bauern schlecht."
 

Sommer

 
"Bläst der Wind im Februar ins Horn, bläst er im Sommer auch ins Korn."
 
"Regnet's im Sommer kaum, bleiben die Äpfel nicht am Baum."
 
"Wenn die Sonne scheint sehr bleich, ist die Luft an Regen reich."
 
"Wenn der Froschlaich im Lenz tief im Wasser war, auf trocknen Sommer deutet das; liegt er flach nur oder am Ufer gar, dann wird der Sommer besonders nass."
 

Herbst

 
"Hat der Herbst zum Donnern Mut, wird das nächste Jahr wohl gut."
 
"Ist im Herbst das Wetter hell, bringt es Wind und Winter schnell.
 
"Sitzt die Birne fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel."
 
"Wenn viele Spinnen kriechen, sie den nahen Winter riechen."
 
"Wenn der Frühling spät kommt, der Herbst nass ist, geht es dem Bauern schlecht."
 

Winter

 
"Der Winter scheidet nicht, ohne noch einmal zurückzusehen."
 
"Donnert's über'm kahlen Wald, bleibt's noch lange bitter Kalt."
 
"Ein Winter ohne Schnee, tut den Bäumen weh."
 
"Ist der Winter nass und frostig, werden alle Schrauben rostig."
 
"Kommt die wilde Ente, hat der Winter ein Ende."
 
"Schmilzt der letzte Schnee, streue deinen Klee."
 
"Viel Regen, wenig Schnee, tut Äckern und Bäumen weh."
 
"Wenn Spinnen in die Häuser kriechen, sie einen harten Winter riechen."
 

Januar

 

1.: "Allerorten hell und klar, Glückauf zum neuen Jahr."

 

1.: "Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr."

 

1.: "Am Neujahrstage Sonnenschein, lässt das Jahr uns fruchtbar sein."

 

1.: "Die Neujahrsnacht hell und klar, deutet auf ein reiches Jahr."

 

1.: "Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'."

 

1.: "Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr."

 

1.: "Wie St. Kathrein (25. November) wird's Neujahr sein."

 

1.: "Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt."

 

2.:"Wie das Wetter am Markarius war, so wird der September trüb oder klar."

 

6.: "Heilig Drei König sonnig und still - der Winter vor Ostern nicht weichen will."

 

6.: "Ist bis Dreikönig kein Winter geworden, verdient er bis Ostern auch keinen Orden."

 

6.:  "Ist am Dreikönig kein Winter, folgt auch keiner mehr dahinter."

 

6.: "Ist Heilig Dreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.

 

6.: "Ist Dreikönig hell und klar, gibt's guten Wein im neuen Jahr."

 

6.: "Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein in diesem Jahr."

 

6.: "Ist's bis Dreikönig kein rechter Winter geworden, holt er sich danach auch keinen Orden."

 

6.: "Kam bis Dreikönig der Winter nicht, dann kommt er auch bis Ostern nicht."

 

6.: "Von Weihnachten bis zum Dreikönigstag, auf's Wetter man wohl achten mag, denn wie das Wetter sich da verhält, so ist es die neuen Monate bestellt."

 

6.: "War bis zu Dreikönig kein rechter Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter."

 

6.: "Wenn bis Dreikönig kein Winter ist, kommt keiner."

 

6.: "Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt."

 

6.: "Zeigt der Winter bis Dreikönig selten sein grimmiges Gesicht, dann zeigt er es auch bis Ostern nicht."

 

8.: "St. Erhard mit der Hack', steckt die Weihnachtslage in den Sack."

 

8.: "Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die große Kält'."

 

10.: "An Agathe Sonnenschein bringt viel Korn und Wein."

 

11.: "St. Weselius hell und klar, für den Wein ein gutes Jahr."

 

17.: "Wenn Antoni die Luft ist klar, gibt's ein recht trockenes Jahr."

 

20.: "An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an."

 

20.: "Fabian und Sebastian lassen den Saft in die Bäume gahn."

 

25.: "Sankt Pauli Bekehrung hell und klar, so hofft man auf ein gutes Jahr. Hat er Wind, so regnet's geschwind."

 

30.: "Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein."

 
"Auf trockenen, kalten Januar folgt oft viel Schnee im Februar."
 
"Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen."
 
"Der Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken."
 
"Ein Jahr, das schlecht will sein, stellt sich schwimmend ein."
 
"Eis und Schnee im Januar künden ein gesegnet Jahr."
 
"Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß."
 
"Ist der Januar nass, bleibt leer das Fass."
 
"Januar ohne Schnee tut Bäumen und Tälern weh."
 
"Januar warm, dass Gott erbarm!"
 
"Januarsonne hat weder Kraft noch Wonne."
 
"Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt's zur Ernt' viel Korn und Klee."
 
"Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht."
 
"Sonnt sich die Katz' im Januar, sie hinterm Ofen sitzt im Februar."
 
"Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr."
 
"Wächst das Gras im Januar, wächst es schlecht das ganze Jahr."
 
"Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar."
 

Februar

 

2.: "Ist's zu Lichtmess mild und rein, // wird's ein langer Winter sein."

 

2.: "Lichtmess hell und klar // Gibt ein gutes Flachsjahr."

 

2.: "Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee."

 

2.: "Lichtmessen hell // Schindet dem Bauern das Fell; // Lichtmessen dunkel // Macht den Bauern zum Junker."

 

2.: "Lichtmessen // Können die Herrn bei Tage essen."

 

2.: "Lichtmiss, // Winter gewiss."

 

2.: "Mariä Lichtmess bläst das Licht aus, // Sankt Michael (29. September) dann // zündet's wieder an."

 

2.: "Scheint zu Lichtmess die Sonne dem Pfaffen auf den Altar, so muss der Fuchs wieder sechs Wochen ins Loch."

 

2.: "So lange die Lerche vor Lichtmessen klingt, so lange schweigt sie nach Lichtmessen still."

 

2.: "Sonnt sich der Dachs in der Lichtmesswoche, // bleibt er vier Wochen noch im Loche."

 

2.: "Wenn die Lerche zu Lichtmess singt, friert ihr die Stimme wieder ein."

 

2.: "Wenn's zur Lichtmess stürmt und schneit, // ist der Frühling nicht mehr weit; // ist es aber klar und hell, // kommt der Lenz noch nicht so schnell."

 

2.: "Wenn zu Lichtmessen der Bär seinen Schatten sieht, so kriecht er wieder auf sechs Wochen ins Loch."

 

2.: "Zu Lichtmessen hat der Schäfer lieber den Wolf als die Sonne im Stall."

 

3.: "Der heilige Blasius stößt dem Winter die Hörner ab."

 

5.: "Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, dass Schnee und Eis wegtaut."

 

5.: "Am Fünften, am Agathentag, da rieselt das Wasser den Berg hinab."

 

5.: "An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein."

 

5.: "Den Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee."

 

6.: "Bringt Dorothea recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee."

 

6.: "Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee."

 

6.: "Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee."

 

6.: "Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag."

 

6.: "St. Dorothee gibt den meisten Schnee."

 

9.: "Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da."

 

9.: "Ist's an Apollonia feucht, der Winter oft sehr spät entfleucht."

 

12.: "St. Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein."

 

12.: "Weht am Sankt-Gregoriustag der Wind, noch vierzig Tage windig sind."

 

14.: "Am Tage von Sankt Valentin gehen Eis und Schnee dahin."

 

24.: "Taut es vor und auf Mattheis, geht kein Fuchs mehr übers Eis."

 

26. + 28.: "Alexander und Leander suchen Märzluft miteinander."

 

"Alle Monate im Jahr, verwünschen den schönen Februar."
 
"Bläst der Wind im Februar ins Horn, bläst er im Sommer auch ins Korn."
 
"Der Hornung macht Dreck, und der März holt ihn weg."
 
"Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen."
 
"Februar spricht zum Januar: Wenn ich die Macht hätt' wie du, ließ ich erfrieren das Kalb in der Kuh."
 
"Februar warm - Frühling kalt."
 
"Hätt' der Feber des Jänners Gewalt, ließ er erfrieren Jung und Alt."
 
"Heftige Nordwinde im Februar melden ein fruchtbares Jahr, wenn der Nordwind im Feber nicht will, so kommt er sicher im April."
 
"Ist es kalt im Februar, wird's ein gutes Roggenjahr."
 
"Kalter Februar - bringt ein gutes Jahr."
 
"Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt's der März gefrieren."
 
"Spielen die Mücken im Februar, frier'n Schaf' und Bien' das ganze Jahr."
 
"Wenn es im Februar nicht schneit, dann schneit es in der Osterzeit."
 
"Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen."
 

März

 

1.: "Regnet's stark an Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss."

 

3.: "Kunigund macht warm von unt'.

 

3.: "Lachende Kunigunde, die bringt uns frohe Kunde." - Denn Regen an diesem Tag sollte kein gutes Zeichen für die kommende Ernte sein.

 

3.: "War Kunigunde tränenschwer, so bleibt oft die Scheuer leer."

 

3.: "Ist die Kunigunde tränenschwer, bleiben Scheuer und Fass oft leer."

 

3.: "Wenn es schon donnert um die Kunigund, dann treibt es der Winter noch lange bunt."

 

3.: "Wenn es an Kunigunden friert, der Frost noch 40 Nächte regiert."

 

6.: "Mit ihren Schafen wieder hin, so zieh'n die Schäfer an Fridolin."

 

6.: "Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug auf dem Felde sein."

 

6.: "Nach Fridolin, da zieht der Winter hin."

 

6.: "Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin."

 

7.: "Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras."

 

10.: "40 Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch 40 Tage weh."

 

10.: "Die 40 Ritter gar noch mit Eis und Schnee, die tun den Öfen noch lange weh."

 

10.: "Regen, den die Vierzig senden, wird erst nach 40 Tagen enden."

 

10.: "Wie das Wetter auf 40 Märtyrer fällt, 40 Tage dasselbe anhält."

 

10.: "Wie es an 40 Ritter wittert, wittert es noch 40 Tage."

 

10.: "Wie unser Wetter auf 40 Ritter fällt, es sich noch 7 Wochen hält."

 

11.: "Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sibylla (29. April) uns gelind."

 

12.: "Gregor zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kannn."

 

17.: "Friert es an Gertrud, der Winter noch 40 Tage nicht ruht."

 

20.: "Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang."

 

20.: "Wie das Wetter um den Frühlingsanfang, so hält es sich meist den Sommer lang."

 

20.: "Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet."

 

21.: "Auf den Sankt-Benediktentag säe Erbsen, Bohnen und Zwiebeln."

 

25.: "An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum."

 

25.: "An Mariä Verkündung hell und klar, ist ein Segen für das ganze Jahr."

 

25.: "Die Maria bindet die Reben auf und nimmt auch noch leichten Frost in Kauf."

 

25.: "Hat's nach der Mariennacht gefroren, dann werden noch 40 Fröste geboren."

 

25.: "Ist Mariä schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll'."

 

25.: "Kommen noch Nebel nach diesem Tag - den Reben kein Frost mehr schaden mag."

 

25.: "Schöner Verkündungsmorgen befreit von vielen Sorgen."

 

25.: "Sternenmengen am Verkündungsmorgen befreit den Landmann von vielen Sorgen."

 

25.: "War vor Mariä Verkündung der Nachthimmel hell und klar, bedeutet es ein gutes Wetterjahr."

 

25.: "Wenn Maria sich verkündet, dann Storch und Schwalbe heimwärts findet."

 

26.: "Ist es um Ludger draußen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht."

 

27.: "Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er's auch im Juli sein."

 

31.: "Viel Sonne um Sankt Goswins Tag, ein strenger Winter kommen mag."

 

"Aprilenschnee düngt, Märzenschnee frisst."
 
"Auf Märzendonner folgt ein gutes Jahr - viel Frost und Regen bringt Gefahr."
 
"Auf Märzenregen folgt kein Sommersegen."
 
"Auf Märzenschnee die Wäsche bleichen, da müssen alle Flecken weichen."
 
"Der März greift dem Winter ans Herz."
 
"Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen."
 
"Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz."
 
"Gibt's im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen."
 
"Märzgrün ist bald wieder hin."
 
"Ostern im März verspricht ein gutes Brotjahr."
 
"Schnee, der erst im Märzen weht, abends kommt und morgens geht."
 
"Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen."
 

"Wenn es donnert in den März hinein, wird der Roggen gut gedeih'n."

 

"Wie's im März regnet, wird's im Juni regnen."

 

April

 

2. + 9.: "Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist Waltraud uns oft gelind."

 

3.: "Christian fängt zu säen an."

 

15.: "Am fünfzehnten April der Kuckuck singen soll, und müsst er singen aus einem Baum, der hohl."

 

27.: "Auf des heiligen Peters Fest, sucht der Storch sein Nest."

 
"April kalt und nass füllt Scheuer und Fass."
 
"April nass und kalt gibt Roggen wie ein Wald."
 
"April trocken, macht die Keime stocken."
 
"April windig und trocken, macht alles Wachstum stocken."
 
"April, April, der weiß nicht was er will."
 
"Aprildürre macht jede Hoffnung irre."
 
"Aprilenglut tut selten gut."
 
"Aprilenschnee düngt, Märzenschnee frisst."
 
"Aprilensturm und Regenwucht kündet Wein und gold'ne Frucht."
 
"Aprilflocken bringen Maiglöckchen."
 
"Aprilregen ist dem Bauer gelegen."
 
"Aprilschnee ist besser als Schafmist."
 
"Bauen im April die Schwalben, gibt's viel Futter, Küh' und Kalben."
 
"Ein nasser April, verspricht der Früchte viel."
 
"Je früher im April der Schlehdorn blüht, desto früher der Schnitter zur Ernte zieht."
 
"Je mehr im April die Regen strömen, desto mehr wirst du vom Felde nehmen."
 
"Wenn sich die Krähe vor Maientag im Korn verstecken kann, so gerät es wohl."
 

Mai

1.: "Am ersten Mai fährt man den Ochsen ins Heu."

 

1.: "Am ersten Mai soll sich eine Krähe im Roggen verstecken."

 

4.: "Der Florian, der Florian noch einen Schneehut setzen kann."

 

14.: "Wer seine Schafe schert vor Bonfaz, dem ist die Woll lieber als das Schaf."

 

25.: "Die Witterung an Sankt Urban zeigt des Herbstes Wetter an."

 

31.: "Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell."

 
"Abendtau und kühl im Mai, bringt viel Wein und bringt viel Heu."
 
"Aus nassem Mai kommt trockener Juni herbei."
 
"Der Maikäfer Menge // bringt den Schnitter in die Enge."
 
"Donner im Mai führt großen Wind herbei."
 
"Ein nasser Mai schafft Milch herbei."
 
"Ist's im Mai recht kalt und nass, // haben die Maikäfer wenig Spaß."
 
"Ist's im Maien feucht und nass, füllt der Bauer Scheun und Fass."
 
"Je mehr die Maikäfer verzehren, je mehr wird die Ernte bescheren."
 
"Mai, kühl und nass, füllt Scheuer und Fass."
 
"Maikäferjahr - gutes Jahr."
 
"Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten."
 
"Nordwind im Mai, bringt Trockenheit herbei."
 
"Sind der Maikäfer und Raupen viel, steht eine reiche Ernte am Ziel."
 
"Wenn der Mai ein Gärtner ist, ist er auch ein Bauer."
 

Juni

 

11.: "Barnabas macht Bäume und Dächer nass."

 

15.: "Um Sankt Veit, da ändert sich die Zeit, und alles kehrt sich auf die andere Seit'."

 

19.: "Wenn's regnet auf Gervasius, es vierzig Tag lang regnen muß."

 

24.: "Regnet's auf Johannistag, missraten die Nüsse und geraten die Huren."

 

27.: "Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag."

 

29.: "Peter und Paul hell und klar, gibt's ein gutes Jahr."

 

29.: "Regnet es an Peter und Paul, wird des Winzers Ernte faul."

 
"Auf den Juni kommt es an, wenn die Ernte soll bestahn."
 
"Brachmonat kalt und nass leert Scheuer, Küch' und Fass."
 
"Der Abend rot, der Morgen grau, bringt das schönste Tagesblau."
 
"Junos Regen wird Sommers Ernte beleben."
 
"Viel Gewitter zu Sommer Beginn rafft die prächtige Ernte dahin."
 
"Wenn im Juni die Sonne verzagt, dem Juli der Weizen versagt."
 

Juli

 

8.: "Am Tage vor Sankt Kilian, da säe deine Wicken an."

 

8.: "Auf Sankt Kilian fangt man mit dem Schneiden an."

 

8.: "Kilian, der heil'ge Mann, stellt die ersten Schnitter an."

 

22.: "An Magdalena regnet's gern, weil sie weinte um den Herrn."

 

25.: "Ein trockener Sankt-Jakobitag verheißt einen strengen Winter."

 

25.: "Hat man an Jakobi Regen, bringt's der Ernte keinen Segen."

 

26.: "Ein harter Winter soll kommen, wenn die Ameisen ihre Haufen auf Sankt-Annatag aufwerfen."

 
"Der Juli trägt den Reisekorb in einer Hand durchs ganze Land."
 
"Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten."
 
"Juli heiß, lohnt Müh und Schweiß."
 
"Juli kühl und nass, leere Scheunen (leere Scheuer/Scheier), leeres Fass."
 
"Juliglut macht die Trauben gut."
 
"Sind Heuerts Gaben durch viel Sonne gereift, dem Scheiding das Korn wohl gedeiht."
 
"Juli's Sonne bringt dem September Wonne."
 
"Wenn es im Juli im Sonnenschein regnet, man vielen giftigen Mehltauen begegnet."
 

August

 

1.: "An Petri Kett, da sollt' scheinen die Sonne von A bis Zett."

 

1.: "An Petri Kettenfeier geh'n die Störche fort."

 

1.: "Ist es von Petri bis Laurentius (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß."

 

1.: "Regnet's stark um Petri Kett, liegt auch das Korn um wie ein Brett."

 

4.: "Wenn es heiß ist an Dominikus, ein strenger Winter folgen muss."

 

5.: "Der Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein."

 

5.: "Wenn's an Oswald regnet, wird teuer das Getreid', und wären alle Berge aus purem Mehl bereit't."

 

7.: "An St. Afra Regen ist für den Bauer ungelegen."

 

10.: "Der Sternschnuppen helle Pracht zieht durch die Laurentiusnacht."

 

10.: "Ist es von Petri (1. August) bis Laurentius heiß, dann bleibt der Winter lange weiß."

 

10.: "Der Laurentius steht bei den Bauern in Gnaden, weil bald die Gewitter nicht mehr schaden."

 

10.: "Sonnenschöner Lorenz - du machst auch den Herbst zum Lenz."

 

10.: "Auf Laurentius Sonnenschein - folgt gutes Jahr und guter Wein; doch mäßigen Wein gibt's heuer, wenn der Lorenz ohne Feuer."

 

10.: "Der Lorenztag muss wie ein heißer Stein sein, soll im Herbste guter Wein sein."

 

10.: "St. Lorenz mit heißem Hauch, füllt dem Winzer Fass und Schlauch."

 

10.: "Der Lorenz gibt das Feuer dem Wein, tut er es nicht, kommt nur Wasser hinein."

 

10.: "Sollen sich die Trauben mehren, müssen mit Lorenz die Gewitter aufhören."

 

10.: "An Laurenzi ist es Brauch, da hört das Holz zu wachsen auf."

 

10.: "Kommt Laurentius her, wächst das Holz nicht mehr."

 

13.: "Wie das Wetter an Kassian, hält es mehrere Tage an."

 

15.: "Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt, so soll's guten Wein bedeuten, was erwünscht bei allen Leuten."

 

15.: "Schönes Wetter um Mariä Himmelfahrt - verkündet Wein von bester Art."

 

15.: "Hat unsere Frau gut' Wetter, wenn sie 'gen Himmel fährt, sie gewiss auch guten Wein beschert."

 

15.: "Maria Himmelfahrt klar Sonnenschein, bringt gern viel guten Wein."

 

15.: "Es bringt dem Winzen guten Wein, an Himmelfahrt der Sonnenschein."

 

15.: "Um Mariä Himmelfahrt, das wisse, gibt es die ersten Nüsse."

 

15.: "Scheint auch nach Mariä Himmelfahrt die Sonne heiß nach ihrer Art, so freuen sich des Winzers Reben, einen guten Wein zu geben."

 

16.: "Am Rochustag viel Sonnenschein, der bringt Zucker in den Wein."

 

16.: "Wenn der Rochus trübe schaut, kommen Raupen in das Kraut."

 

16.: "Wenn's an Rochus regnet, ist der Winter mit Wärme gesegnet."

 

19.: "Wenn im März die Veilchen blüh'n, an Ludwig schon die Schwalben zieh'n."

 

19.: "Regnet es an St. Sebald, dann nahet teure Zeit sehr bald."

 

20.: "Wie der St. Bernhard ist, man auch den September misst."

 

24.: "Bauer, zu Sankt Bartholomä willst Winterroggen du, so säh!"

 

24.: "Bleiben die Störche noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut nicht weh."

 

24.: "Der Barthelmann, der Barthelmann, der hängt dem Hopfen die Dolden an."

 

24.: "Der Barthel voller Sonnenglut, macht Wein und Reben stark und gut."

 

24.: "Gewitter um Bartholomä, die bringen oft Hagel und bald frühen Schnee."

 

24.: "Liegt Reif um den Bartheltag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen."

 

24.: "Nach dem Tag des Bartholomä, da schreien die Vögel ach und weh."

 

24.: "Regen an Bartholomä tut den Reben bitter weh."

 

24.: "Regen um St. Bartholomä, der tut den Trauben weh."

 

24.: "Um Bartholomäus kannst du sehen, wie es um den Herbst mag stehen."

 

24.: "Wärme soll der Barthel bringen, dann wird uns auch der Wein gelingen."

 

24.: "Wenn die Schwalben jetzt schon ziehen, sie vor naher Kälte fliehen."

 

24.: "Wie sich der Barthelomäus hält, ist meistens auch der Herbst bestellt."

 

28.: "An Augustin ziehn die Wetter dahin."

 

28.: "Um den Tag des Augustin, da ziehen die warmen Tage dahin."

 

28.: "Um die Zeit von Augustin geh'n die warmen Tage dahin."

 

30.: "Bischof Felix zeiget an, was wir in 40 Tag für Wetter han."

 
"Dem August sind Donner nicht Schande, sie nutzen der Luft und dem Lande."
 
"Der August muss Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben."
 
"Der August reift, der September greift."
 
"Der Tau ist dem August so not, wie jedermann sein täglich Brot."
 
"Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End nicht lassen kann."
 
"Fängt der August mit Hitze an, bleibt sie lang die Schlittenbahn."
 
"Im August Wind aus Nord jagt unbeständigs Wetter fort."
 
"Nordwinde im August, bringen beständiges Wetter."
 
"Trockener August, ist des Bauern Lust."
 
"Was der August nicht kocht, lässt der September ungebraten."
 
"Was Juli und August nicht kochen, kann kein Nachfolger braten."
 
"Weht im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort."
 
"Wenn's Federbett im August zu heiß, trägt Honig die Bien' aus der Heide mit Fleiß."
 

September

 

7.: "Ist Regina warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig."

 

8.: "An Maria Geburt fliegen die Schwalben furt."

 

9.: "Bringt Sankt Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit bösen Wegen."

 

9.: "Regnet's am Sankt-Gorgons-Tag, geht die Ernt' verlorn bis auf den Sack."

 

12.: "An Mariä Namen sagt der Sommer Amen."

 

15.: "An St. Cyprian zieht man oft schon Handschuh' an."

 

16.: "Ludmilla das fromme Kind, bringt Regen gern und Wind."

 

29.: "Mariä Lichtmess (2. Februar) bläst das Licht aus, Sankt Michael zündet's wieder an."

 

29.: "Auf Sankt Michael beende die Saat, sonst wirst du's bereuen zu spat."

 

29.: "Regnets sanft am Michaelstag, sanft der Winter werden mag."

 
"An Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen."
 
"Einer Rebe und einer Geiß, wirds im September nicht leicht zu heiß."
 
"Gewittert's im September noch, liegt im März der Schnee noch hoch."
 

Oktober

 

2.: "Weht der Wind an Leodegar, kündet er an ein fruchtbar Jahr."

 

11.: "St. Burkardi Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein."

 

16.: "An Sankt Gall ernte man die Rüben all!"

 

16.: "Auf Sankt Gall bleibt die Kuh im Stall."

 

16.: "Auf Sankt-Gallentag muss jeder Apfel in seinen Sack."

 

18.: "Am Sankt-Lukastag soll das Winterkorn schon in die Stoppeln gesät sein."

 

21. + 28.: "An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda hinein."

 

28.: "Wenn Simon und Judas sind vorbei, ist der Weg zum Winter frei."

 
"Ein Oktoberhimmel voller Stern' hat warme Öfen gern."
 
"Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt."
 
"Im Oktober viel Frost und Wind, ist der Winter wie ein Kind."
 
"Ist im Oktober das Wetter hell, bringt es her den Winter schnell."
 
"Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als im Oktober Eis auf Pfützen."
 
"Oktober rau, Januar lau."
 
"Oktober und März gleichen sich allerwärts."
 
"Oktoberregen verspricht ein Jahr voll Segen."
 
"Wenn im Oktober noch viel Wespen fliegen, werden wir strengen Winter kriegen."
 

November

 

1.: "Wenn's zu Allerheiligen schneit, lege einen Pelz bereit. Regnet's aber an diesem Tag, viel Schnee im Winter kommen mag."

 

1.: "An Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen."

 

2.: "Um Allerseelen kalt und klar, macht auf Weihnacht alles starr."

 

11.: "Wie Sankt Martin führt sich ein, soll zumeist der Winter sein."

 

11.: "Bringt Sankt Martin Sonnenschein, tritt ein harter Winter ein."

 

23.: "Dem heiligen Clemens traue nicht, denn selten hat er ein mild Gesicht."

 

26.: "Noch niemals stand ein Mühlrad still, St. Konrad hat der Wasser viel."

 

27.: "Wenn es friert auf St. Virgil, bringt der März noch Kälte viel."

 

30.: "Andreasschnee tut dem Korn und Weizen weh."

 

30.: "Den Winter um Sankt Andreas sieht man lieber dürr als nass."

 

"Bringt November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht."

 

"November tritt oft hart herein, muss doch nichts dahinter sein."

 

"Sitzt im November noch hart das Laub, kommt ein harter Winter, das glaub."

 

Dezember

 

2.: "Wenn's regnet am Bibiane Tag, regnet's 40 Tag und eine Woche danach."

 

 

4.: "Barbara im weißen Kleid, verkündet gute Sommerzeit."

 

4. + 13.: "Auf Barbara die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder herschleicht."

 

6.: "Regnet's an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus."

 

17.: "Ist Lazarus nackt und bar, wird's ein gelinder Februar."

 

21.: "Am Sankt-Thomastag wächst der Tag um einen Hahnenschritt."

 

21.: "Wenn St. Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr."

 

24.: "Auf windige Weihnachten folgt ein gutes Jahr."

 

24.: "Liegen Adam und Eva im Klee, frieren sie zu Ostern im Schnee."

 

25.: "Hängt an Weihnacht Eis von den Weiden, kannst Du zu Ostern Palmen schneiden."

 

25.: "Je dicker das Eis um Weihnacht liegt, so zeitiger der Bauer Frühjahr kriegt."

 

26.: "Bläst der Wind an Stephanus recht, wird nächstes Jahr der Wein gar schlecht."

 

31.: "Silvesternacht Wind und Morgensonn' gibt gute Hoffnung auf Wein und Korn."

 

31.: "Windstill muss Silvester sein, soll der nächste Wein gedeih'n."

 

"Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee, folgt fruchtbar Jahr mit reichlich Klee."

 

"Bringt der Dezember Kält' ins Land, dann wächst das Korn selbst noch auf Sand."

 

"Dezember kalt mit Schnee, gibt Frucht auf jeder Höh'."

 

"Dezember mild, mit vielem Regen, ist für die Saat kein großer Segen!"

 

"Dezember warm - dass Gott erbarm."

 

"Dezember veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind."

 

"Donnert's im Dezember gar, kommt viel Wind das nächste Jahr."

 

"Fließt im Dezember noch der Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft."

 

"Grauhäslein im tiefen Dezemberschnee, labt sich zu Ostern dann am grünen Klee."

 

"Im Dezember sollen Eisblumen blüh'n, Weihnachten sei nur auf dem Tische grün."

 

"Sturm im Dezember und Schnee, da schreit der Bauer jucheh!"

 

"Viel Wind und Nebel in Dezembertagen, schlechten Frühling und schlechtes Jahr ansagen."

 

"Weißer Dezember, viel Kälte darein, bedeutet, das Jahr soll fruchtbar sein."

 

"Wenn man den Dezember soll loben, muss er frieren und toben."

 


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