Sprichwörter
vietnamesische
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1 |
Der Satte wird zum
Buddha, der Hungrige aber verwandelt sich in einen Teufel. |
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2 |
Ein Mädchen ohne
Mann – ein Boot ohne Ruder; ein Bursche ohne Frau – ein Pferd ohne
Zügel. |
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3 |
Flüsse und Meere
kann man vermessen, ein menschliches Herz nicht. |
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4 |
Je größer die
Liebe, desto größer das Leid |
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5 |
Lieber noch einen
armen Teufel aus dem eigenen Dorf heiraten als einen scheinheiligen
Krösus aus einem fremden Land. |
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6 |
Nur der Offizier
kennt seine Soldaten, und nur der Ehemann seine Frau. |
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7 |
Um dir Ruhm zu
kaufen, brauchst du mindestens 30 000 Dong; willst du ihn aber wieder
loswerden, so bietet man dir dafür noch keine drei. |
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8 |
Wurdest du im Haus
der Mutter allzusehr verwöhnt, so bleibt das Haus des Mannes dir auf
ewig fremd. |
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9 |
Viele Kinder – viel Geschrei und viel Erdulden;
viele Frauen – viel Geschrei und viele Schulden. |
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10 |
Selbst eine Mißgestalt gleich einem Teufel
vermag noch den Mädchen nach-zulaufen. |
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11 |
Nimm dich vor den Zähnen eines tollen Hundes und
den Hufen eines wilden Pferdes in acht. |
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12 |
Laß den Bart des schlafenden Tigers ungeschoren;
erwacht er nämlich, so mußt du noch entschieden mehr Haare lassen. |
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13 |
Ist der Tiger auch ein grimmiges Raubtier, so
frißt er doch keineswegs seine eigenen Kinder. |
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14 |
Fängt das Kind zu sprechen an, so lernt es auch
die ganze Familie nochmal von vorne. |
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15 |
Ein kluger Vogel schont seine Federn, ein kluger
Mensch seine Worte. |
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16 |
Der Reiche verkauft seinen Reis, der Arme seine
Kinder. |
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17 |
Blumen sind dazu da, daß man sie pflückt,
Mädchen – daß man mit ihnen scherzt. |
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18 |
Arbeitest du, so füge dich dem Willen deines
Arbeitsgebers; schläfst du, so passe dich deinem Manne an. |
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19 |
Das Mädchen sucht den klugen Mann, der Jüngling
– die schöne Frau. |
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20 |
Die Stärke eines Bootes liegt in der Tüchtigkeit
des Steuermanns, die einer Frau in der des Ehemanns. |
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21 |
Einsam und allein, wie der Kamin nach der
Feuersbrunst. |
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22 |
Gäbe es kein Unglück, gäbe es keine Helden. |
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23 |
Erwarte von einem kahlköpfigen Bonzen nicht, daß
er dir seinen alten Kamm schenkt. |
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24 |
Kaufst du einen Büffel, so sieh dir die Hufe an;
nimmst du eine Frau, so schau dir deren Sippe an. |
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25 |
Mit siebzig Jahren prahlt man auch dann nicht
mehr mit seiner Gesundheit, wenn man etwa noch gut stehen und laufen
kann. |
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26 |
Reich wird man mit Hilfe seiner Freunde, nach
oben kommt man mit Hilfe seiner Frau. |
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27 |
Vater und Mutter geben dem Sohn das Leben, der
Himmel aber gibt ihm den Charakter. |
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28 |
Zeit seines Lebens grub er Gräber für die Toten,
als er aber dann eines Tages selbst starb, warf man ihn auf den
Schutthaufen. |
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29 |
Unrecht bereuend vollbringst du Heldentaten. |
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30 |
Ödland bringt Unkraut hervor, das Alter
Krankheiten mit sich. |
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31 |
Liebt man, so hebt man sich zum Himmel empor;
haßt man, so drückt man sich noch mehr zur Erde nieder. |
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32 |
Je stärker die Liebe, desto heftiger auch der
Zank. |
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33 |
Fürchte nicht die Enge des Hauses, fürchte
vielmehr die des Herzens. |
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34 |
Einen Menschen und sein Gesicht kann man wohl
kennen, wie aber könnte man sein Herz erkennen? |
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35 |
Die Nachkommen dünken sich immer klüger als die
Vorfahren. |
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36 |
Ein dürrer Baum hat keine Knospen, ein
schlechter Mensch keine Kinder. |
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37 |
Das Geld geht durch das Haus des Armen, wie der
Wind durch eine verfallene Hütte weht. |
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38 |
Eine Armee ohne Komandeur: ein Tiger ohne Kopf. |
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39 |
Aber auch nicht eine von allen Schwiegermüttern
lobt die Schwiegertochter und umgekehrt. |
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40 |
Dem Zugriff des Mandarins konnt er sich noch
entziehen, dann aber fiel er dem Schreiber in die Hände. |
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41 |
Der Wächter schlägt Alarm, um selbst dabei zu
rauben und zu plündern. |
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42 |
Ein abgemagerter Hund: ein "Gütezeichen" seines
Heren. |
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43 |
Es pflanzte der Reiche Schilfrohre, und es
erwuchsen ihm Zuckerrohre; es pflanzte der Arme Kirschbäume, und es
erwuchsen ihm Tollkirschen. |
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44 |
Für einen schlechten Sohn ist die Mutter
verantwortlich, für einen schlechten Enkel — die Großmutter. |
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45 |
Je mehr du steckst in Samt und Seide, desto mehr
folgen dir auch die Schweinehunde; steckst du jedoch nur in Lumpen, so
verfolgen dich nicht nur die Hunde, sondern es beißen dich sogar die
Schweine. |
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46 |
Kaum hatte die Kröte ihren Teich verlassen und
sich am Ufer festgesetzt, da träumt sie auch schon davon, mit ihrem
Maul nach den Sternen zu greifen. |
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47 |
Mit Zorn und Haß reißt man alles nieder, mit
Geduld und Liebe aber baut man aus nichts einen Tempel. |
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48 |
Nur wenn du den Lehrer achtest, kannst du selbst
auch Lehrer werden. |
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49 |
Welcher Pfeffer wäre nicht bitter, welches
Mädchen – ohne eifersüchtig? |
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50 |
Stümperhafte List des Mannes versagt vor dem
Verstand eines Weibes. |
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51 |
Not und Elend bringt dich am Ende auch noch
dazu, deine Frau zu verkaufen und die Kinder an die Fremdenlegion
abzugeben. |
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52 |
Lieber noch von der Mutter hundertmal geschlagen
werden als vom Vater einmal eine Drohung vernehmen müssen. |
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53 |
Er kam zur Welt und fand nirgends einen Platz;
er starb darob und fand nun erst recht keinen. |
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54 |
Der Traum fast aller Ehemänner: sie klettern auf
ihrer Trauerleiter hinauf zum Himmelsboden und fragen dort ganz
unverhohlen, wo man das Geld könnt´ wieder holen, das für die Braut
sie dereinst sinnlos ausgegeben. |
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55 |
Ein Mensch ohne Vater, ohne Mutter gleicht einer
Laute ohne Saiten. |
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56 |
Der König besitzt die Reisfelder, das Volk tritt
die Wasserräder. |
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57 |
Einen Tag nur fing er Fische, aber 72 Tage
flickte er das zerrissene Netz. |
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58 |
Der Kranke sehnt sich nach Gesundheit, der
Gesunde nach Reichtum. |
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59 |
Bei einem bissigen Hund bleiben die Nachbarn
weg, bei einer zänkischen Ehefrau die Freunde und Verwandten. |
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60 |
Auch der Klügste kann einem ganzen Haufen
Verrückter nicht widerstehen. |
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61 |
Der arme Teufel verläßt sich auf die Sparsamkeit
der Frau. |
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62 |
Was ein Elefant ohne Führer, das ist ein Bursche
ohne Ehefrau. |
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63 |
Er erhob sich und schritt einher gleich einem
mächtigen Elefanten, er kam zu Fall und schlich sich gleich einem
räudigen Hund von dannen. |
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64 |
Die ältere Tochter ist die Tante der Kleinen. |
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65 |
Ein dürrer Baum kommt im frischen Wasser nicht
mehr zum Leben; ein armer Teufel wird auch im Grabe nicht mehr reich. |
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66 |
Der Mandarin träumt nur davon, wie er bald
Adeliger werden könnte; der Geschäftsmann Tag und Nacht, wie er etwas
teurer verkaufen könnte. |
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67 |
Er war arm, und niemand kannte ihn; er wurde
plötzlich reich, und schon besuchten ihn neuntausend Geschwister. |
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68 |
Gute Katzen treiben sich nicht auf dem Friedhof
herum, gute Mädchen nicht im Kaffeehaus. |
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69 |
Lebst du allzu lange neben einer Pagode, so
fängst du eines Tages an, auch Buddha als deinen Bruder zu bezeichnen. |
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70 |
Sorgen machen den Bart grau, Schreck und Trauer
das Haar. |
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71 |
Was hoch hinauffliegt, fällt auch tief herab. |
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72 |
Obschon er selbst strohdumm, so will er sich
doch eine kluge Frau nehmen. |
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73 |
Ist man krank, ruft man den Arzt; ist man durch
seine Hilfe wieder gesund geworden, schimpft man bestenfalls über
seine Rechnung. |
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74 |
Ein Stein allein ergibt noch keinen Hügel, Stein
an Stein jedoch ergeben ein Felsgebirge. |
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75 |
Die Krankheit dringt durch den Mund ein, das
Unglück kommt aus dem Mund. |
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76 |
Einen Fluß kann man überbrücken, einen Brunnen
zudecken, ein Feuer löschen, wer aber vermöchte den Mund eines Volkes
zum Schweigen zu bringen? |
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77 |
Der hohe Baum wird stärker vom Winde bewegt und
leichter gebrochen; je größer der Ruhmeskranz, desto mehr Schatten
wirft er, und desto rascher verliert er seinen Glanz. |
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78 |
Begibst du dich auf die Reise, so berate dich
mit den Alten; kehrst du von der Reise zurück, so erfahre Neuigkeiten
von den Kindern. |
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79 |
Der Offizier unterwirft sich der Order, der
Soldat dem Befehl. |
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80 |
Ein Jahr baust du an deinem Haus, drei Jahre
lang sitzt du ohne Reis am Tisch. |
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81 |
Erst bei dem Zudecken merkst du, ob in der
Bettdecke auch Flöhe sind. |
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82 |
Menschliches Gift kommt dem von zehn Schlangen
gleich. |
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83 |
Stirbt auch der Vater, so bleibt doch der Onkel;
stirbt auch die Mutter, so reicht die Tante dir die Brust. |
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84 |
Wer nichts weiß und auch nichts lernt, geht
blind im Dunkeln einer. |
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85 |
Mit jedem Tag des Lebens kommt ein Stück
Weisheit hinzu. |
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86 |
Je gescheiter der Ehemann, desto mehr gehorcht
auch die Ehefrau. |
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87 |
Es ist besser ein Tiger zu sein, den man
fürchtet, als ein Hund, den man liebt. |
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88 |
Die Leute schauen alle recht verschiedenartig
aus ihren Kleidern heraus; würde man jedoch alle splitternackt
ausziehen, so würden alle recht einförmig aussehen. |
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89 |
Einträchtige Eheleute vermögen selbst das
gesamte Wasser des Stillen Ozeans auszuschöpfen. |
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90 |
Der junge Mensch rechnet auf die Hilfe seines
Vaters, der alte - auf die seiner Kinder. |
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91 |
Bei schlechter Beleuchtung vermag sich auch der
Teufel das Aussehen eines Engels zu geben. |
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92 |
Lieber der Diener eines Vernünftigen als der
Gebieter eines Dummen. |
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93 |
Sosehr ein vergessener Mensch auch schreien mag,
der Himmel hört ihn doch nicht. |
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94 |
Wer allzusehr den Tiger fürchtet, der zittert
schon beim bloßen Hören seines Namens. |
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95 |
Einer blühenden Schönheit blüht kein schönes
Schicksal. |
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96 |
Der Kopf eines Elefanten, aber das Gehirn einer
Maus. |
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97 |
Erkrankt ein Pferd, so wendet sich der ganze
Stall vom Heu ab. |
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98 |
Die geraden Worte behagen den Ohren nicht. |
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99 |
Besudelst du dir die Hände, so bleibt auch dein
Gesicht nicht frei von Schmutz. |
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100 |
Lieber gemeinsam mit allen sterben als alleine
leben. |
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101 |
Das Haus mit zwei Gebietern kennt keine
Eintracht, der Staat mit zwei Regierungen keinen Frieden. |
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102 |
Ein junges Pferd schlägt gerne aus. |
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103 |
Fällt die jüngere Schwester, so richtet die
ältere sie wieder auf; fällt aber die ältere, so lacht die jüngere sie
nur aus. |
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104 |
Hunger in der Jugendzeit – reiche Jugend;
Reichtum in der Jugendzeit – arme Jugend. |
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105 |
Liebe bringt Schönheit, Bosheit, Häßlichkeit. |
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106 |
Nur ein Pechvogel beklagt sich bei Gericht. |
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107 |
Und würde der Reiche auch im Urwald wohnen, es
käm doch alle Welt zu ihm; zum Armen aber, und wohnte er auch auf dem
Marktplatz, kommt kein Mensch. |
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108 |
Wirf einen Blick in die Küche, und du kennst das
Gesicht der Hausfrau, ohne sie gesehen zu haben. |
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109 |
Um das Erstgeborene sorgt man sich mehr als alle
späteren Kinder. |
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110 |
Mit dem leichten Augenzwinkern des
Amtsschreibers ist dem Hahn des Bittstellers das Todesurteil auch
schon gesprochen. |
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111 |
Kommt ein Gast ins Haus, und es ist kein Huhn
auf der Stiege, so gibt ihm eine Ente oder eine Gans. |
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112 |
Im Neuen Jahr wird selbst der dem Hungertod
Geweihte noch einmal satt. |
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113 |
Eine gute Schwiegertochter ist besser als die
eigene Tochter, ein guter Schwiegersohn besser als der eigene Sohn. |
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114 |
Der Vogel denkt an sein Nest, der Mensch an
seine Vorfahren. |
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115 |
Besser noch ganz und gar unwissend sein, als nur
eine oberflächliche Kenntnis haben. |
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116 |
Alte Leute sind gewohnt zu arbeiten, junge – zu
essen. |
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117 |
Dem Starken nützt die Kraft, dem Schwachen hilft
die List und Tapferkeit. |
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118 |
Ein Mensch ohne Brüder und Schwestern gleicht
einem Baum in der Wildnis. |
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119 |
Gibst du dich mit keinem Bonzen ab und kennst du
auch nicht das Gebet, so ist dir selbst der Teufel nicht gewachsen. |
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120 |
Lieber hungern als borgen. |
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121 |
Pflege den Baum in seiner Jugend; ist er groß
und alt geworden, so zahlt er es dir hundertfach zurück. |
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122 |
Wie die Zirkusvorstellung, so auch die
Werbetrommel. |
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123 |
Und war es auch die Katze, die den Topf
zerbrochen hat, man verprügelt dennoch den Hund dafür. |
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124 |
Lieber noch in einem Parfümerieladen auf dem
nackten Fußboden schlafen, als inmitten einer Fischhalle in einem
Himmelbett. |
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125 |
Auch dem Hahn obliegt es, die Küken zu ernähren. |
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126 |
Der junge Mensch fühlt sich zu Hause froh und
geborgen, der alte im Tempel. |
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127 |
Gehst du allzuviel mit deinem bissigen Hund
spazieren, so verlierst du sowohl die Zuneigung deiner Nachbarn als
auch deiner Freunde. |
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128 |
Ist man einmal reich, so wächst der Reichtum von
Tag zu Tag; ist man dagegen von Haus aus arm, so wird man mit jedem
Tag noch ärmer. |
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129 |
Der gemächliche Elefant kommt eher ans Ziel als
der wilde Hengst. |
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130 |
Man erreicht das Ziel nur, wenn man geradeaus
schreitet. |
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131 |
Liebst du Kinder, so kommen sie gerne in dein
Haus; achtest du die Alten, so erreichst du auch selbst ein hohes
Alter. |
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132 |
Beim Nachbarn hälst du stets beide Augen
sperrangelweit offen, bei dir selbst aber drückst du sie zeitlebens
zu. |
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133 |
Im Neuen Jahr wirst du drei Tage satt, im Sommer
aber wirst du drei Monate hungern. |
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134 |
Hast du dir die Verachtung deiner Geschwister
zugezogen, so bleibt dir auch die des ganzen Dorfes nicht erspart. |
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135 |
Den Bonzen suchst du vergebens auf dem Weg zur
Pagode. |
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136 |
Lieber ein kluger Diener als ein dummer
Mandarin. |
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137 |
Eine kluge Frau vermag auch eine Festung zu
erstürmen. |
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138 |
Hundert Wege – tausend Irrwege. |
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139 |
Leicht läßt ein junger Bambus sich nach allen
Seiten biegen. |
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140 |
Auch ein leichter Regen, dauert er lang, kann
eine Überschwemmung hervorrufen. |
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141 |
Das Messer hat nur eine Schneide, die Zunge
deren mehr als hundert. |
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142 |
Kommt der Feind ins Land, so müssen auch die
Frauen kämpfen. |
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143 |
Lieber noch jung sterben als eine zweite Frau zu
sein. |
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144 |
Mit der Bosheit verliert man den Verstand, mit
den Sorgen den Appetit. |
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145 |
Bevor du einen fremden Hund schlägst, schau dich
erst um, wo sein Herr ist. |
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146 |
Der Mensch schafft Reichtum, aber nicht der
Reichtum Menschen. |
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147 |
In seiner Pagode scheint auch Buddha kein
Heiliger zu sein. |
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148 |
Solange das Mädchen jung und schön, – will es
sich nur ´nen – jungen Burschen auserkoren; – ist beides aber längst
verloren, – so nimmt es gerne auch ´nen alten Toren. |
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149 |
Ein kluger Vogel baut sein Nest auf dem Dach
eines Mandarinenhauses. |
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150 |
Liebe läßt sich schwer zurückrufen. |
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151 |
Je mehr Schmuser, desto öfter legt man sich
abends alleine schlafen. |
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152 |
Sammelst du
Früchte, so gedenke auch derer, die den Baum gepflanzt haben. |
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153 |
Der Siebzigjährige fragt den um Rat, der eben
das 71ste vollendet hat. |
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154 |
In der einen Hand die Stäbchen, in der anderen
das Weinglas. |
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155 |
Eine alte Katze überläßt die Tapferkeit der
kleinen Maus. |
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156 |
Lieber noch jung sterben als eine zweite Frau zu
sein. |
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157 |
Sosehr das Gold auch glänzt, es macht doch viele
Herzen rabenschwarz. |
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158 |
Wo der Verstand
aufhört, beginnt bereits die Dummheit. |
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159 |
Verlierst du den
Prozeß, so verlierst du vierzehneinhalb Taler; gewinnst du ihn aber,
so verlierst du genau fünfzehn. |
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160 |
Wer nicht lesen
und nicht schreiben kann, der vermag auch nicht richtig zu pflügen. |
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161 |
Vor den Sitten des
Volkes prallt auch das Edikt des Imperators jäh zurück. |