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Selbstmanagement II

 


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Stehen Sie am Ende eines Tages vor einem Berg unerledigter Aufgaben?
Helfen Sie sich, indem Sie umdenken. Machen Sie Zeitplanung wieder zu einem echten Werkzeug, das Ihnen untertan ist. Sagen Sie sich nicht mehr: "Ich muss heute diese wichtige Aufgabe erledigen." Sondern: "Ich muss für diese wichtige Aufgabe einen guten Tag finden." Der Unterschied besteht darin, dass Sie nicht mehr auf das reagieren, was der Terminkalender vorschreibt, sondern dass Sie frei agieren. Sie werden nicht vom Termin festgelegt, sondern Sie legen einen Termin fest!

 

Das gerahmte Diplom
Wir lächeln gerne über die amerikanische Sitte, sich Schulzeugnisse oder Diplome aus der Studienzeit gerahmt an die Wand zu hängen. Es ist aber höchst wirksam, Symbole vergangener Erfolge vor Augen zu haben. Wenn Sie sich genieren, Ihre Examensurkunde oder sonst eine Anerkennung öffentlich vorzuzeigen, dann hängen Sie sie hinter ein Bild in Ihrem Büro. Sie wissen, was hinter dem Rahmen steckt, und darauf kommt es an.

 

Schreiben Sie eine Liste mit Ihren positiven Fähigkeiten: was Sie gut können, wofür Sie gelobt werden, was Sie an sich mögen, welche Erfolge Sie heute erzielt haben. Am Anfang wird Ihnen das schwer fallen, weil wir von klein auf darauf gedrillt wurden, uns unsere Unfähigkeiten, negativen Eigenschaften und Misserfolge zu merken. Doch nach einiger Zeit werden Sie lernen, sich am Gelingen zu freuen. Führen Sie diese Übung unbedingt schriftlich durch, sonst ist sie nicht wirksam.

 

Führen Sie ein eigenes kleines Heft oder eine Abteilung in Ihrem Zeitplanbuch, wo Sie interessante Zitate und neue Ideen notieren. Halten Sie Ihren Kreativitätsmuskel fit. Der menschliche Geist, zweimal durch eine neue Einsicht geweitet (das erste Mal beim Notieren der Idee, das zweite Mal beim Durchlesen), kehrt nie wieder in die alten, engen Dimensionen zurück.
 

Realismus
Passen Sie sich den Umständen an, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an Ihre Wünsche anpassen.

 

Die Selbst-Inventur
Wie sieht es in Ihnen aus? Meist haben Sie davon nur eine ungefähre Ahnung, unter Stress wahrscheinlich ein dumpfes Missbehagen, aber keine konkrete Vorstellung, was Sie gezielt bekämpfen könnten. Konzentrieren Sie sich 10 Minuten ausschließlich auf das Hier und Jetzt, indem Sie ohne Pause einen Satz nach dem anderen hinschreiben. Jeder Satz muss dabei mit dem Wort "hier" oder "jetzt" beginnen. Schreiben Sie über die Gefühle, die Sie in sich entdecken, die Wahrnehmungen und Gedanken. Probieren Sie diese Übung wiederholt und Sie werden entdecken, wie Sie dadurch Energie sammeln.

 

Jahresziele formulieren
Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und machen Sie sich Notizen zu den folgenden Fragen:

  • Was ist mir in den letzten drei Jahren gelungen (beruflich und privat)?

  • Was ist mir in den letzten drei Jahren missgelungen (beruflich und privat)?

  • Was habe ich daraus gelernt? Welche Konsequenzen ziehe ich daraus?

  • Welche Ziele möchte ich für das kommende Jahr formulieren?

 

Seien Sie Ihr eigener Maßstab
Wenn Sie Angst haben, Ihnen unbekannte Menschen anzurufen, ist es ein enormer Erfolg, wenn Sie sich heute mal dazu überwunden haben. Beurteilen Sie sich selbst - nicht aus der Sicht Ihres Chefs (der es lächerlich findet, dass Sie heute nicht 10 unbekannte Menschen angerufen haben) oder z. B. Ihrer Eltern (die Sie immer aufgezogen haben wegen Ihrer Telefonangst). Rücken Sie die verschobenen Maßstäbe Ihres von fremden Werten dominierten Beurteilungssystems wieder gerade.

 

Planen Sie
Stellen Sie nur für heute ein genaues Programm auf. Vielleicht werden Sie sich nicht exakt daran halten. Aber schreiben Sie es auf und hüten Sie sich vor zwei Übeln: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

 

Der Schüler
Sie sollten nicht nur einen persönlichen Mentor (oder Coach) haben, sondern sich auch so früh wie möglich darum bemühen, selbst mindestens einen anderen Menschen zu unterstützen - materiell und geistig. Finanzieller wie mentaler Reichtum vermehrt sich dadurch, dass man ihn weitergibt. Sie werden sich dadurch spürbar bereichert fühlen.

 
Versuchen Sie es doch einmal mit einem Jahresmotto. Ein Jahresmotto ist ein Satz, der die Herausforderungen des nächsten Jahres auf den Punkt bringt. Das ganze wird dann visualisiert und an vielen zentralen Stellen aufgehängt. Das bewirkt, dass Sie sich ständig dieser zentralen Herausforderung bewusst sind.
 
Vom richtigen Zeitpunkt: Der Aufräum-Kalender In den USA gibt es das wirklich: den nationalen "Räum-deinen-Schreibtisch-auf-Tag". Was zunächst wie ein Witz klingt, ist in der Praxis eine kluge Einrichtung, denn an diesem Tag hat kein Chef etwas dagegen, wenn Sie alle Arbeiten liegen lassen, um klar Schiff auf Ihrer Arbeitsfläche zu machen.
 

Aufschieben - Kennzeichen von Qualität
Wenn Sie ein Aufschieber sind, gehören Sie in der Regel zu den guten, erfolgreichen Arbeitern. Sie liefern zum Teil sogar überragende Qualität. Die Erwartungen an Sie sind hoch, entsprechend stehen Sie unter Druck. In den Tiefen Ihrer Seele aber haben Sie Angst vorm Scheitern. Das will Ihr Unterbewusstes verhindern, weil es besorgt ist um Ihren Leib und Ihr Leben. Es verleitet Sie daher dazu, sich mit anderem, Unwichtigem zu befassen.

 
 
 
 

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